Was ist eigentlich
Pilgern auf dem Jakobsweg?
Der Name geht auf den Apostel Jakobus den Älteren (Bruder des Johannes) zurück, der, nach einer Legende, auf der iberischen Halbinsel missioniert haben soll.
Im Jahr 44 n. Chr. wurde er durch Herodes Agrippa I. in Jerusalem hingerichtet.
Später soll sein Leichnam auf wundersame Weise über das Mittelmeer zurück gekommen und in Santiago (Sankt Jakob) bestattet worden sein.
Die Entstehung des klassischen Jakobswegs von den Pyrenäen nach Santiago geht ins 11. Jahrhundert zurück.
Weshalb machten sich Menschen im Mittelalter auf den damals oft lebensgefährlichen Jakobsweg?
Vielleicht hatten sie für ein besonderes Ereignis in ihrem Leben zu danken; hatten es vielleicht in einer grossen Not versprochen, oder versuchten damit drohendes Unheil abzuwenden. Manche machten sich auf den Weg, mit der Hoffnung, von einer Krankheit zu genesen, oder um Vergebung für ihre Sünden zu erlangen. Wieder andere wurden von der Obrigkeit auf den Weg geschickt als Strafe und Läuterung für begangenes Unrecht.
Heute sind die Gründe, weshalb sich Menschen auf den Jakobsweg begeben, meistens anderer Art. Vielleicht brauchen wir in unseren hektischen Zeiten etwas, was unsere Seelen zur Ruhe lassen kommt.
- Das Aufbrechen, sich auf den Weg machen, aus dem sich immer schneller drehenden Karussell für eine gewisse Zeit aussteigen.
- Das tägliche Gehen einer längeren Wegstrecke.
- Das Verbundensein mit der Natur und den Elementen.
- Die Kontakte, die auf dem Weg geknüpft werden können, aber auch die Zeiten völliger Stille.
- Das Nachdenken über Sinn und Ziel im Leben.
- Das Geschenk christlicher Spiritualität in Kirchen oder besondere Plätzen auf dem Weg.